Die Brauerei Aktiengesellschaft
Mit den “Bürger-Aktien” sollte genügend Kapital zusammenkommen, um in Königseggwald eine moderne Brauerei aufzubauen – mit wohlschmeckendem, bekömmlichem, frischem Bier. Grundstück, Gebäude und ein Großteil der Brau- und Mälzereianlagen sollten von der ehemaligen Härle Brauerei KG übernommen werden. Erhalt der heimischen Brau- und Mälzereikultur stehen im Vordergrund. Die seit Generationen überlieferten traditionellen Brauverfahren sollten erhalten bleiben. Das verwendete Malz wird in einer der letzten deutschen, brauereieigenen Mälzereien aus in der Region angebautem, heimischen Getreide hergestellt.
Alle Freunde von gutem, frischem Bier und alle Freunde der oberschwäbischen Brauerei-Kultur waren aufgerufen, Aktien zum Nennwert von 500 Euro der “WalderBräu AG” zu zeichnen. Die Aktiengesellschaft sollte mehrheitlich aus Kleinaktionären bestehen. Die Höchstzahl an Aktien pro Aktionär wurde begrenzt. Dadurch wurde verhindert, dass Großaktionäre allein über die Entwicklung der WalderBräu bestimmen können. Da sich die Aktionäre überwiegend aus Freunden der heimischen Braukultur zusammensetzen, wird festgelegt, dass die jährliche “Dividende” in Bier “ausgeschüttet” wird. Jeder Aktionär soll für seine WalderBräu-Aktie die Dividende in Form von Bier erhalten. Diese Dividende lässt sich schmecken. Zielsetzung der Aktiengesellschaft soll jedoch der Erhalt und Ausbau einer volksnahen Bürger-Bräu bleiben. Bei der jährlichen Hauptversammlung in der Brauerei wird jeder Aktionär über den Fortgang seiner Brauerei informiert und kann – wie bei einer echten Aktiengesellschaft vorgeschrieben – über die Geschicke der Zukunft mitbestimmen.
Für Aktien-Interessenten besteht eine “Warteliste”. Sollte ein Aktionär sich von seiner Aktie trennen (müssen), wird zwischen Aktionär und Interessent vermittelt. Sie können sich mit einer E-Mail in die Warteliste eintragen lassen, der Eintrag ist für alle Seiten unverbindlich und verpflichtet weder Interessent noch Aktiengesellschaft zum Kauf oder Verkauf von Aktien. Die Aktien haben einen Nennwert von 500 EURO je Stück, das Eigenkapital der Königsegger WalderBräu beträgt 1.000.000 EURO in Form von Aktien.
Da es sich bei der “Königsegger WalderBräu-Aktie” um eine vinkulierte Namensaktie handelt, ist ein freier Verkauf der Aktien nicht möglich. Es Bedarf bei jeder Übertragung der Zustimmung des Vorstands der Aktiengesellschaft. Dadurch soll verhindert werden, dass einzelne “Großaktionäre” allein über die Geschicke “unserer AG” bestimmen. Die maximal zulässige Zahl an Aktien je Aktionär ist auf 50 Stück beschränkt. (Um ganz sicher zu gehen, zählen wir hier auch die Aktien von Familienmitgliedern, Mitarbeitern, Tochterfirmen usw.).